Wurzeln schlagen

Förderverein der Freien Gemeinschaftsschule der Grundig Akademie Gera

Der Förderverein der Freien Gemeinschaftsschule der Grundig Akademie Gera unterstützt mit der Beschaffung finanzieller Mittel und durch persönlichen Einsatz die schulische Ausbildung auf allen Ebenen. Eines der aktuellen Projekte der Schule, das vom Förderverein unterstützt wird, heißt “Wurzeln schlagen” und soll den Schulhof zu einer grünen Oase umzugestalten. Die Schule befindet sich im Zentrum von Gera – umgeben von dichter Bebauung, hohem Verkehrsaufkommen und großflächig versiegelten Arealen. Der Schulhof besteht aus zwei Teilbereichen, die nahezu vollständig asphaltiert sind. Auf einer Fläche steht lediglich ein neu gepflanzter Baum; darüber hinaus fehlen Grünstrukturen, offene Bodenflächen und ökologisch wirksame Vegetationselemente nahezu vollständig. Die starke Versiegelung führt insbesondere in den Sommermonaten zu einer erheblichen Aufheizung des Geländes. Asphalt speichert Wärme und gibt sie zeitverzögert wieder ab, wodurch sich Hitzeinseln bilden, die sich auch negativ auf das angrenzende Schulgebäude auswirken. 

Auch die Klimabewertungskarte (COKAP, 2020) wurde in diesem Zusammenhang herangezogen. Demnach liegt unser Schulhof teilweise sowohl im ausgewiesenen Überwärmungsgebiet als auch im zukünftigen Belastungsgebiet. Diese Einstufung verdeutlicht die hohe klimatische Beanspruchung des Standorts und unterstreicht den dringenden Handlungsbedarf zur Entsiegelung und ökologischen Aufwertung. Gleichzeitig fehlt es bislang nahezu vollständig an Vegetationsflächen, die als Lebensraum für Insekten, Vögel und andere Tierarten dienen können. Damit bleibt das ökologische Potenzial der Fläche ungenutzt, und ein Beitrag zur Förderung der innerstädtischen Biodiversität findet kaum statt.

Vor diesem Hintergrund verfolgt die Schule das Ziel, die bestehende Asphaltfläche systematisch zu entsiegeln und ökologisch aufzuwerten. Im Rahmen einer langfristigen, dreißigjährigen Mietvertragsverlängerung wurde die Genehmigung erteilt, Teile des Asphalts zu entfernen und das Gelände grundlegend umzugestalten. Damit entsteht die Möglichkeit, eine artenreiche, klimaresiliente und ökologisch wertvolle Grünfläche im innerstädtischen Raum zu entwickeln. Kern des Projekts ist die nachhaltige Umwandlung von rund der Hälfte der insgesamt ca. 800 m2 großen Asphaltfläche in eine begrünte Vegetationszone.

Die Veolia Stiftung wird die Umsetzung dieses Vorhabens, das insgesamt rund 40.000 Euro kosten wird, mit Fördermitteln in Höhe von 7.500 Euro unterstützen. Die Projektpatenschaft hat Sascha Pätzold, Vorarbeiter bei der Veolia Umweltservice Ost GmbH, übernommen.