Der Arbeitskreis Umweltstiftungen des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, deren Co-Leitung Sylke Freudenthal vom Vorstand der Veolia Stiftung innehat, war Gastgeber einer Auftakt-Session beim Deutschen Stiftungstag 2026 in Hamburg. Mit dabei: Teresa Ribera (Vizepräsidentin EU-Kommission), Carola Carazzone (Philea Forum 2026, live aus Kopenhagen) und weitere Stimmen aus Philanthropie und Politik.
Die zentrale Frage war brennend aktuell: Welche Verantwortung tragen deutsche und europäische Stiftungen, wenn Klima- und Biodiversitätskrise unsere Lebensgrundlagen bedrohen und Demokratie unter Druck gerät? Das Moderatorenteam formulierte einen dringlichen Einstieg. Eckart von Hirschhausen mit der Frage "Wer wollen wir als Stiftungen gewesen sein?", die uns zur Enkeltauglichkeit unseres Handelns verpflichtet. Klaus Milke verwies auf KURS HALTEN als Gebot der Stunde - sehr viel mehr der rund 25000 Stiftungen in Deutschland sollten sich beteiligen.
Die Reaktionen unserer Podiumsgäste waren prägnant:
Gesine Schwan: Wir können die Verantwortung nicht der Politik allein überlassen. Es braucht Räume für einen breiten Dialog und erprobte Instrumente wie kommunale Entwicklungsbeiräte.
Carola Carazzone: Stiftungen müssen einen Beitrag zur europäischen Handlungsfähigkeit leisten, zum Beispiel mit einem deutsche Chapter von Philanthropie for Climate.
Ruprecht Polenz: Funktionierende Demokratie und gesunde Lebensgrundlagen sind unabdingbar, auch für das vielfältige Wirken von Stiftungen – ihre Stimmen dafür müssen deutlicher hörbar sein.
Teresa Ribera: Schweigen ist keine Option. Wir müssen uns entscheiden: Wollen wir Prosperität, Inklusion und eine gesunde Umwelt – oder Autokratie und Hass?
Susanne Kertelge: Stiftungen brauchen Zuversicht. Nur mit Glauben an eine gute Zukunft können wir Transformation wirksam mitgestalten.
Dr. Bernhard Straub: Ein Brückenschlag zwischen Unternehmen und Zivilgesellschaft ist ein zusätzlicher Motor für den gelingenden Wandel. Dabei ist auch der Austausch mit Partnern im globalen Süden essenziell.
Das Auditorium mit rund 300 Teilnehmenden bestätigte es: Zivilgesellschaft muss sichtbar und hörbar sein – jetzt ist die Zeit zu handeln. Herzlichen Dank an Klaus Milke von der Stiftung Zukunftsfähigkeit und Dr. Eckart von Hirschhausen von der Stiftung Gesunde Erde - Gesunde Menschen für die inspirierende Moderation sowie an alle anderen Mitwirkenden und Beteiligten!