Mit dem Wasserwagen über die Streuobstwiesen

Mit dem Wasserwagen über die Streuobstwiesen

Ein Kleinod im Herzen des Muldentals: Das Rittergut Kössern hat sich in den vergangenen Jahren vom verwahrlosten Objekt zu einem Schmuckkästchen mit touristischer Anziehungskraft gemausert. Ein Grund mehr, genau hinzuschauen und die Macher in ihrem Bestreben, hier einen lebendigen Ort für Kultur, Natur und Begegnung zu schaffen, nach Kräften zu unterstützen.

Das denkmalgeschützte Rittergut gehört seit 2012 der Heinrich und Friedrich Tobaben Stiftung. Die hatte sich im Januar 2026 mit Bitte um Förderung eines Projektes an die Veolia Stiftung Anfang gewandt. Auch, weil es thematisch viele Schnittmengen gibt. Die auf dem Rittergut Kössern ansässige Stiftung beschäftigt sich mit Naturschutzmaßnahmen, konkret um die Pflege von Streuobstwiesen im Muldental. Dafür will man aber kein Wasser aus dem Trinkwassernetz entnehmen, sondern direkt aus der Mulde. Die dafür notwendige wasserrechtliche Genehmigung des Landkreises liegt vor. 

Um die weitläufigen Streuobstwiesen effektiv wässern zu können, war die Idee, mit Unterstützung der Veolia Stiftung einen Traktor-Wasserwagen anzuschaffen. Bisher nutzte man dafür tatsächlich handelsübliche Gießkannen - ein Aufwand, der nicht mehr verhältnismäßig schien. 

"Natürlich braucht man Wasser, wenn man historische Park- und Gartenanlagen und neu angelegte Streuobstwiesen pflegen möchte. Der Wasserwagen bietet ganz praktische Hilfe und ermöglicht uns, mit der Förderung der Stiftung ein Teil dieser großartigen Initiative zu sein", sagt Sylke Freudenthal, Vorständin der Veolia Stiftung.

Michael Stelzl, Leiter der Niederlassung Grimma bei Veolia Wasser Deutschland, hat sich das Ganze angeschaut und kam mit vielen wunderbaren Eindrücken von seinem Termin zurück. “Es ist beeindruckend, was die Eigentümer um Benjamin Gorgas und Jörn-Heinrich Tobaben dort geschaffen haben - und was sie noch vorhaben”, so Michael Stelzl. Die Entwicklung des Rittergutes Kössern sei längst nicht abgeschlossen, hat er sich sagen lassen. Das Geld der Veolia Stiftung, mit dem der Traktor-Wasserwagen zum Bewässern der oft noch sehr jungen Bäume auf den weitläufigen Streuobstwiesen gewährleistet werden kann, sei sehr gut angelegt.

Daumen hoch für ein Projekt, das noch viel mehr öffentliche Aufmerksamkeit verdient hat, ist Michael Stelzl überzeugt. 

Wer mehr über das Rittergut erfahren möchte: rittergut.org